DER WEG ZUM NEUEN WAPPEN

Familienwappen wurden in den meisten Fällen aus freien Stücken angenommen und nicht durch Wappenbrief oder Wappenverleihung.

Nach wie vor haben viele Familien den Wunsch, ein Wappen zu führen und im Namensstamm an die nächste Generation weiterzugeben.

Damit ein Wappen qualitätvoll ist, muss es den heraldischen Gestaltungsregeln genügen. Ein erfahrener, seriöser Heraldiker wird Ihnen dabei behilflich sein.

Es ist ratsam, den Wappenentwurf dann von einem Fachverein prüfen zu lassen, ob die heraldischen Gestaltungsregeln eingehalten werden.

EINTRAGUNG

Das neue Wappen sollte in die Deutsche Wappenrolle (DWR) eingetragen werden. Auf diese Weise wird das eingereichte Wappen zunächst auf Unverwechselbarkeit und auf Einhaltung der heraldischen Regeln überprüft. Danach wird es in der Buchreihe DWR veröffentlicht. Sie können dadurch nachweisen, dass Sie dieses Wappen zu Recht führen. Kein Unbefugter darf das gleiche Wappen führen.

Prüfung, Registrierung und Veröffentlichung in der Buchreihe DWR erfolgen gegen eine Gebühr von 195,-- € (2011).

DIESE INFORMATIONEN BENÖTIGT DER HERALDIKER

Die komplette väterliche Stammreihe mit Namen, Vornamen, Ehefrauen, Geburts- und Wohnorten, Lebensdaten und Berufen muss vorliegen.

Besondere Ereignisse oder Eigenheiten aus der Familiengeschichte können berücksichtigt werden.

Bereits vorhandene Gestaltungsabsichten oder Ideen können einfließen.

WIE GEHT DER HERALDIKER VOR?

Wichtigstes Anliegen bei einem Neuentwurf ist es, den Familiennamen im Schild zu symbolisieren. Hier gibt es verschiedene Wege, wie beispielsweise:

Der Name selbst oder ein Teilaspekt von ihm lassen sich in heraldischer Bildersprache darstellen.

Der Anfangsbuchstabe des Familiennamens wird in heraldischer Weise symbolisiert.

Assoziationen zum Namen können den Weg für eine Gestaltung bereiten.

Ein zweitrangiges Anliegen ist es, die Ursprungsheimat sowie Berufe oder Ämter der Vorfahren in die Gestaltung einzubeziehen.

Weitere Aspekte sind nachrangig, wie beispielsweise heutiger Beruf und heutige Wohnsitze.

Ein Wappen sollte KLAR und DEUTLICH – aber auf keinen Fall überladen sein.

DIE SCHRITTE ZUM WAPPEN

1. Nach Vereinbarung von Arbeitsumfang und Honorar senden Sie mir: - die formlose Auftragserteilung - die Stammreihe (auch, wenn sie nur bis zum Großvater reicht) - weitere Wünsche, welche bei der Gestaltung berücksichtigt werden können.

2. Zwei Monate später erhalten Sie von mir einen farbigen Entwurf im Format DIN A 5 mit Erläuterungen.

3. Sie sollten sich für die Annahme des Entwurfs mindestens eine Woche Zeit nehmen. Änderungen sind in diesem Stadium problemlos möglich.

4. Den Entwurf reichen Sie bei der Deutschen Wappenrolle in 14195 Berlin, Archivstraße 12 - 14 zur Vorprüfung ein. Der Entwurf wird dort auf Einhaltung der heraldischen Regeln und auf Einmaligkeit überprüft.

5. Sie lassen mir die Antwort der DWR zukommen und überweisen die erste Honorarhälfte. In den folgenden zwei Monaten fertige ich die Reinzeichnung im Format DIN A 4 an.

6. Sie bekommen eine Reinzeichnung und ein Farbexemplar, die Wappendeutung, die Wappenbeschreibung und das Antragsformular der DWR zur Eintragung des Wappens. Auf Wunsch helfe ich beim Ausfüllen des Antragsformulars.

7. Der Auftraggeber erwirbt mit der vollen Honorarzahlung das uneingeschränkte Nutzungsrecht an der Wappengrafik.

8. Aufgrund Ihres Antrages und nach Überweisung der Gebühr für die Deutsche Wappenrolle wird Ihr Wappen eingetragen.

GARANTIE

Sollten sich bei der Vorprüfung durch den Heroldsausschuss der Deutschen Wappenrolle Mängel hinsichtlich Unverwechselbarkeit oder Regeltreue ergeben, so werde ich ohne Mehrkosten die Zeichnung ändern.

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